Hohe Renditen durch Investitionen in virtuelle Gewächshäuser und den Verkauf von medizinischem Cannabis – klingt wie ein Traum, oder? Tja, willkommen im Albtraum des „Juicy Fields Betrugs“! Diese Plattform versprach Kleinanlegern unglaubliche Gewinne, von denen einige wohl dachten, sie hätten den Jackpot geknackt. Aber die Realität war ein ausgeklügeltes Schneeballsystem, das weltweit tausende Menschen in den Ruin stürzte. Mit einem gewaltigen „Exit-Scam“ verschwanden die Betreiber spurlos. Doch jetzt gab es erste Festnahmen. Und dabei kam unglaubliches zu Tage.

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Die ganze Geschichte ist reif für ein Drehbuch. Und ja. Sie hat tatsächlich auch mit mir zu tun! Denn durch die Festnahme des Juicy Fields CEO`s Paul Bergholts stellte sich heraus: Paul Bergholts heißt gar nicht Paul Bergholts, sondern Sergey Berezin. Dieser ist russischer Staatsbürger. Und: Er hatte in der Vergangenheit noch eine weitere Fake-Identität inkl. gefälschtem Reisepass aufgebaut: Jene des „Mark Kowal“. Und der war…. Achtung festhalten! CEO vom Plastik-Scam Recyclix über den ich in mehreren YouTube Videos ausführlich berichtete.

Recyclix Fakeidentität Mark Kowal

Mit „Recyclix“ kam Sergey Berezin alias Mark Kowal noch durch. Bei „Juicy Fields“ ging es sich nicht mehr aus. Er wurde am 11.04 in der dominikanischen Republik verhaftet.

Bevor wir uns näher ansehen, welche Tragweite der ganze Juicy Fields Betrug hat (es gibt Spuren bis zur russischen Regierung) widmen wir uns dem Versprechen von Juicy Fields…

Juicy Fields Versprechen

Juicy Fields lockte Anleger weltweit mit dem Versprechen von hohen Renditen durch Investitionen in virtuelle Gewächshäuser und dem Verkauf von medizinischem Cannabis. Die Plattform versprach Traumgewinne bei einem Mindestkapitaleinsatz von lediglich 50 Euro. Die Renditen sollten laut internationalen Ermittlern je nach Art des Cannabis-Anbaus zwischen unglaublichen 70 und 168 Prozent pro Jahr liegen.

In einer Zeit, in der liberale Drogenpolitik und die Öffnung neuer Märkte für medizinischen Hanf boomten, bot Juicy Fields ambitionierten Privatanlegern eine scheinbar goldene Gelegenheit. Die Plattform versprach eine Win-Win-Situation, bei der sowohl die Anleger als auch die medizinische Cannabisindustrie profitieren sollten.

Der Reiz dieser Plattform schien unwiderstehlich. Bei dieser Online-Plattform konnte man bequem von zu Hause aus und mit minimalem Aufwand investieren und dabei auf den Wachstumsmarkt von medizinischem Cannabis setzen. Die günstigen Einstiegskosten und die Aussicht auf extravaganter Gewinne zogen Hunderttausende weltweit an. Doch hier liegt das Ironische – je verlockender das Angebot, desto misstrauischer sollte man sein. Und genau das war der Haken: Hinter der glänzenden Fassade verbarg sich ein trügerisches Netz aus Lügen und Betrug.

Mit großem Sarkasmus könnte man sagen, dass Juicy Fields die perfekte Lösung für jeden war, der von schnellem Reichtum träumte. Doch in Wirklichkeit verwandelte sich dieses „E-Growing“ in ein groß angelegtes Schneeballsystem.Während die wenigen misstrauischen Anleger ihre Renditen tatsächlich erhielten, versickerte der Großteil des Kapitals in einem undurchsichtigen Firmengeflecht und die Betreiber machten sich mit den Geldern aus dem Staub. Juicy Fields ist damit ein Paradebeispiel dafür, wie schnelle Gewinne und große Versprechen mehr Rauch als Realität erzeugen können.

Juicy Fields Betrug

Der Exit Scam

Europol und nationale Polizeibehörden aus etwa 35 Ländern machten mobil, um dem Juicy Fields Betrug auf die Spur zu kommen. Die Ermittlungen führten zu spektakulären Durchsuchungen in elf Ländern, darunter die dominikanische Republik, Großbritannien, Deutschland und Polen. Ein von Europol und Eurojust organisierter „Action Day“ ermöglichte schließlich Anfang/Mitte April 2024 die Festnahme von neun Verantwortlichen und die Beschlagnahmung zahlreicher Vermögenswerte.

Im Juli 2022 machten sich die Betreiber der Plattform mit den eingenommenen Geldern aus dem Staub. Durch den „Exit-Scam“ verloren die Anleger sämtlichen Zugriff auf ihre Konten und eingezahlten Kapitale. Innerhalb weniger Tage gingen allein in Deutschland 230 Anzeigen von betrogenen Anlegern ein.

Die eingenommenen Gelder versickerten in einem Labyrinth aus Firmengeflechten, sodass es für die Betroffenen quasi unmöglich war, ihr investiertes Geld zurückzuerhalten. Die Ermittler gehen mittlerweile von 186.500 Anlegern weltweit aus, die insgesamt ca. 645 Millionen Euro verloren – davon etwa 190 Millionen in Kryptowährungen.

Das komplexe Netz der Firma

Wenn man den Juicy Fields Betrug betrachtet, wird schnell klar, dass wir es hier mit einem durchdachten, wenn auch kriminellen Geflecht zu tun haben. Es handelt sich um ein groß angelegtes Schneeballsystem, das neu eingesammeltes Geld nutzte, um misstrauische Anleger zu beruhigen, und den Großteil des Kapitals in undurchsichtige Firmenstrukturen leitete. Die Betrüger haben ein wahres Meisterwerk an Verschleierungstechniken geschaffen, das selbst für erfahrene Ermittler eine harte Nuss war. Willkommen im Dschungel von Juicy Fields.

Geldwäsche und Briefkastenfirmen

Natürlich wäre kein modernes Schneeballsystem komplett ohne ein ausgeklügeltes System aus Geldwäsche und Briefkastenfirmen. Die Drahtzieher von Juicy Fields nutzten Liechtensteiner Stiftungen und globale Firmensitze, um ihre illiegalen Gewinne zu verschleiern und die Spur kalt zu halten. Es ist bezeichnend, dass bei den jüngsten Razzien zahlreiche Vermögenswerte beschlagnahmt wurden, aber das meiste Geld ist wohl längst in dunklen Kanälen verschwunden. Und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein großer Teil davon nach Russland ging. Mehr dazu gleich.

Die Rolle der Kryptowährungen

Kryptowährungen spielten eine zentrale Rolle in diesem Betrug. Von den insgesamt erbeuteten 645 Millionen Euro wurden rund 190 Millionen Euro in Kryptowährungen umgesetzt. Diese digitalen Währungen bieten den Betreibern von Juicy Fields die perfekte Möglichkeit, Gelder anonym zu transferieren und zu verschleiern.

Die Verfolgung und Nachverfolgung von Kryptowährungstransaktionen ist für Strafverfolgungsbehörden eine große Herausforderung. Juicy Fields nutzte Bitcoin und andere Kryptowährungen, um Geldflüsse zu tarnen und sich schnell und unauffällig abzusetzen. Es ist kein Zufall, dass man bei diesem internationalen Schneeballsystem auf moderne Technologien setzte, um dem langen Arm des Gesetzes zu entgehen. Die Ermittler gaben bekannt, dass sie zwar einige digitale Vermögenswerte sichern konnten, aber der größte Teil des Kapitals weiterhin unauffindbar bleibt. Wer hätte gedacht, dass die digitale Revolution so bitter enden kann?

Anzahl der betroffenen Investoren und Länder

Juicy Fields hat es tatsächlich geschafft, ein globales Netzwerk von Investoren zu knüpfen, das rund 186.500 ahnungslose Anleger umfasst. Diese Verblendung erstreckte sich über diverse Nationen, wobei insbesondere Deutschland, Österreich und die Schweiz mehrere zehntausend Opfer zu beklagen haben. Stellen Sie sich vor, in über 35 Ländern wurde Kapital versenkt – ein Beweis dafür, wie dreist und raffiniert dieser Betrug orchestriert wurde.

Ich habe selten einen Fall gesehen, der in so vielen Ländern gleichzeitig die Schlagzeilen beherrscht. Der Juicy-Fields-Betrug hat nicht nur die Träume vieler Anleger in Rauch aufgelöst, sondern auch internationale Polizeibehörden in Bewegung gesetzt. Innerhalb von elf Ländern wurde eine konzertierte Aktion gestartet, um die Drahtzieher dieses perfiden Schneeballsystems endlich zur Rechenschaft zu ziehen. Die Ermittler mussten tief in das Dickicht eines undurchsichtigen Firmengeflechts eintauchen, doch der Einsatz scheint sich gelohnt zu haben.

Internationale Zusammenarbeit und Razzien

Mit vereinten Kräften haben Ermittler aus verschiedenen Ländern eine beispiellose Razzia durchgeführt. 264 Ermittler allein in Deutschland – darunter Datenforensiker und Krypto-Spezialisten – haben dabei Wohnungen in mehreren Ländern durchsucht. Besonders Berlin stand im Fokus, aber auch in Lettland, Estland und Polen schlugen die Ermittler zu. Diese internationale Kooperation zeigt, dass Verbrechen keine Grenzen kennen und die Strafverfolgung entschlossen ist, auf globalem Niveau zu agieren. Der wohl dickste Fisch ging den Behörden aber wohl in der dominikanischen Republik ins Netz. Der ehemalige CEO Paul Bergholts, der sich in späterer Folge als Sergey Berezin entpuppte.

Juicy Fields Betrug

Der russische Fake-Reisepass von Paul Bergholts alias Sergey Berezin

Spuren nach Moskau

Einen besonderen Verdienst in der Aufdeckung des gesamten Falles hat meiner Meinung nach der schwedische Anwalt Lars Olofson, welcher mit seiner Seite juicyfieldcase.com viele wichtige Details recherchieren konnte.

Und eine Frage die sich viele betrogene Anleger nun stellen werden, wird wohl sein:

Komme ich durch die Festnahmen jetzt eventuell leichter an mein gestohlenes Geld ran?

Ich habe dieser Frage bezüglich „erhalten sie ihr Geld zurück?“ schon mal einen Artikel gewidmet, der sich damals auf den Dumpfbacken Scam „Skyway“ bezog. Auch hier gibt/gab es Verbindungen nach Russland. Allerdings war meine Vermutung, dass diese Art von im westlichen Europa durchgeführter Scams auch der russischen Regierung zugute kommt, damals noch eher eine Art These.

Lars Olofson hat nun aber Dinge aufgedeckt, die sind nur noch schwer als reine „These“ einzustufen. Sie zeigen auf, dass die russische Regierung den gesamten kriminellen Vorgängen rund um die erwähnten Scams jedenfalls wohlwollend gegenübergestanden haben muss. Vielleicht aber auch mehr als das…

U.a. war Sergey Berezins Vater (2020 verstorben) als russischer Atomwissenschaftler mit Regierungskontakten tätig.

Und dann gibt es da einen gewissen Igor Kekshin (Schreibweise des Nachnamens ist jedesmal anders). Kekshin war ebenfalls ein hohes Tier bei Juicyfield und wechselte irgendwann die Seiten.

Er wurde eine Art Whistleblower der gegen die damaligen Verantwortlichen vor den Behörden aussagen wollte. Genau dafür sollte er laut der Rechercheplattform juicyfieldcase sterben und so wurde u.a. ein Attentat mit einem Auto auf ihn verübt.

Und wie sich im nachhinein durch intensive Recherchen herausstellte, war das Fahrzeug mit dem der Anschlag verübt wurde rein „zufälligerweise“ auf Sergey Berezins Vater zugelassen. So zumindest berichtet es die Rechercheplattform.

Es ist also nicht alleine die Tatsache, dass Berezin Russe ist, dass eine Verwicklung Russlands in den ganzen Fall sehr wahrscheinlich ist. Es ist eben auch die Tatsache, dass Personen mit guten Regierungskontakten von diesen ganzen Operationen gewusst haben müssen.

Die menschlichen Kosten von Finanzbetrug

Finanzbetrug ist kein Opferloses Verbrechen. Jeder betroffene Investor trägt emotionale und finanzielle Narben davon. Bei Juicy Fields haben sich viele Menschen von den kaum zu widerstehenden Versprechungen von bis zu 168 Prozent Jahresrendite blenden lassen. Das Resultat war für viele von ihnen ein Totalverlust des investierten Kapitals und der Traum von einem einfachen Gewinn mit medizinischem Cannabis verpuffte in Rekordzeit. Es ist tragisch, wie schnell Gier zur Zerstörung von Leben führen kann.

Die Bedeutung ethischer Investitionen

Ethisches Investieren gewinnt zunehmend an Bedeutung in einer Welt, die von Gier und Betrug geprägt ist. Wer in Projekte wie Juicy Fields investiert hatte, sah sich bald mit der harten Realität konfrontiert, dass die Verlockung von hohen Renditen oft auf den Schultern eines unsicheren, unmoralischen Systems ruht.

Ethisches Investieren bedeutet nicht nur, auf finanzielle Renditen zu achten, sondern auch die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Investitionen zu berücksichtigen. In einer Zeit, in der Schneeballsysteme wie Juicy Fields die finanzielle Landschaft dominieren, wird die Notwendigkeit für ethisches und nachhaltiges Investieren immer deutlicher. Anleger sollten die Transparenz und die ethischen Standards der Projekte, in die sie investieren, kritisch hinterfragen. Kurzfristige Gewinne können schnell von langfristigem Schaden überschattet werden. Es zahlt sich aus, genau hinzusehen und nicht blind jeder vermeintlich lukrativen Gelegenheit zu folgen.

Der Juicy Fields Betrug – Festnahmen und unfassbare Entwicklungen!

Als jemand, der sich schon in der Vergangenheit rein hobbiemäßig gerne investigativ betätigt hat, habe ich den Juicy Fields sowie Recyclix Betrug hautnah verfolgt und immer wieder darüber berichtet. Ein Paradebeispiel dafür, wie skrupellose Betrüger gutgläubige Anleger in die Irre führen konnten – bis hin zum großen Coup. Trotz der grandiosen internationalen Razzien und spektakulären Festnahmen in elf Ländern müssen sich viele Privatanleger damit abfinden, dass ihre Investitionen – wie der erhoffte Gewinn aus dem Cannabisgeschäft – sich buchstäblich in Rauch aufgelöst haben.

Oder womöglich in Richtung Moskau abgewandert ist? Die gegen Russland bestehenden Sanktionen mit Geldtransfers durch dunkle Scammer-Kanäle zu umgehen, ist natürlich aus Sicht der Russen eine originelle Idee… Und vergessen wir nicht: Es geht hier nicht um Peanuts, sondern um eine Gesamtschadenssumme die sich der Milliardengrenze nähert! Auch damit lassen sich Kriege finanzieren. Ich lass das mal so im Raum stehen und rate so oder so wie immer von Investitionen in solche „ichwerdeschnellreich“ Systeme dringend ab!

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